Hofrat Friedrich von Hessing und seine Anstalt 1

Friedrich von Hessing

Friedrich von Hessing

 

Friedrich Hessing wurde am 19. Juni 1838 als dreizehntes und jüngstes Kind einer armen Handwerkerfamilie in der Nähe vor Rothenburg ob der Tauber geboren. Nach einigen Jahren Dorfschule fand er als Gärtnerlehrling eine erste Anstellung beim Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Nach zwei Jahren wechselte er über zur Schreinerei und absolvierte in diesem Beruf eine Lehre. Bei seinen Wanderjahren lernte er den Orgelbauer Steinmeyer aus Öttingen (Ries) kennen. Steinmeyer stellte den damals Zwanzigjährigen ein und ermöglichte ihm eine Fachausbildung im Harmoniumbau in Stuttgart. Dort lernte Hessing auch den Umgang mit Leder und Metall kennen.

 

 

1862 ist Hessing bei der „Pianoforte-Fabrik'' Schramm in Augsburg tätig. 1866 eröffnet er ein eigenes Geschäft im Riedinger-Haus am Obstmarkt. Dort befasst er sich bereits in zunehmendem Maße mit der Herstellung von künstlichen Gliedmaßen und orthopädischen Hilfsgeräten. Verstärkt wird dieses Interesse durch die Eindrücke, die Hessing in den Notlazaretten während der deutschen Einigungskriege gewinnen musste. Rasch hatte er erste Erfolge mit seinen mechanischen orthopädischen Geräten. 1867 trat er dann an den Magistrat der Stadt Augsburg heran und bat um Unterstützung für die Gründung einer orthopädischen Heilanstalt. Am Jakobertor entstand die erste kleine „Heilanstalt".

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