Gartenatelier zu Gast im Kurhaus-Park

Holzbildhauer Olli Marschall

© Thomas Sing
© Markus Schmid
© Markus Schmid
© Markus Schmid


Im Park des Kurhauses war dieses Jahr der Diedorfer Bildhauer Olli ­Marschall zu Gast und hat nicht nur fertige Exponate gezeigt, sondern auch vor Ort an einem Werkstück weitergearbeitet. Nach Ausstellungsende sind im vorderen Eingangsbereich des Kurhauses - und damit unabhängig von den Öffnungszeiten des Parks - weiterhin einzelne Stücke des bekannten Künstlers zu sehen. 

  

Nach ersten Erfahrungen in der Malerei und der Metallgestaltung konzentrierte sich Olli ­Marschall, Jahrgang 1966, ab Ende der 80er-Jahre auf die Bearbeitung von Holz: Der freischaffende Künstler fertigte zuerst Kung Fu-­Trainingspuppen, bevor er sich auf ­Kettensägearbeiten an archaischen Baumskulpturen spezialisierte. Zu seinem künst­lerischen ­Repertoire ge­­hören auch freihandgefräste und geschnitzte Holzexpressionen, flächige Arte­fakte, Scheiben- und Wandobjekte sowie Mini-Skulpturen.

Seine Inspirationen nimmt der Holzbildhauer dabei aus Wuchs, Farbe und Maserung, aus Spannungen und Verfallsprozessen des Materials. So entstehen aus kompletten Stämmen, Treib­hölzern, Verwachsungen und Wurzelstücken harmonisch geformte Kunstobjekte mit Hohlräumen, Schwungkanten, Gitterdurchbrüchen und Wellenstrukturen. Dabei verwendet Marschall nicht nur die üblichen Holzbearbeitungsgeräte, sondern nutzt zur Formfindung auch sprengende, brennende und ätzende Materialien.

Bekannt ist Olli Marschall durch zahlreiche Ausstellungen, zum Beispiel im Bayerischen Staatsministerium für Justiz in München, im Max-Planck-­Institut, am Deutschen Theater, in Botanischen Gärten, aber auch durch Ankäufe der Stadt Gersthofen oder des Flughafens München und nicht zuletzt durch seine jährliche Gesamtwerkschau in seinem großen Gartenatelier in Diedorf.

 

www.ollimarschall.de

PARKTHEATER im Kurhaus Göggingen
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