Christian Jonathal

Foto: Nik Schölzel
Foto: Nik Schölzel


 

  • Ist als Dipl.-Verwaltungswirt beim Hochbauamt der Stadt Augsburg für das Kurhaus zuständig
  • Hat hier 1993 den ersten »Tag des offenen Denkmals« organisiert – und 10 000 Besucher kamen
  • Liebt privat vor allem Operetten-Aufführungen

 

Sie sind seit 1988 beruflich mit dem Kurhaus verbunden, kennen das Haus aber schon viel länger!

Ich bin in Göggingen aufgewachsen und erinnere mich gut, dass meine Mutter oft zum Kegeln ins Kurhaus ging. Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre ist das ganze Ensemble richtiggehend verwahrlost, viele Eltern haben uns Kindern sogar verboten, dort zu spielen. Und auch an den dramatischen Brand erinnere ich mich noch, am 30. Oktober 1972.

 

2016 jährt sich die Wiedereröffnung des ersten Bauabschnittes zum 20. Mal – ein langer Weg, den Sie all die Jahre begleitet haben!

Nachdem das größtenteils zerstörte Gebäude in die Städtebauförderung aufgenommen worden war, wurde ein Sanierungs-Zweckverband gegründet. Es gab bei Stadt und Bezirk anfangs viele Diskussionen über die mögliche Nutzung des Hauses, als Hallenbad, als musisches Zentrum für die Universität, als Kindermusiktheater, als Konzertsaal … Während der Renovierungszeit von 1988 bis 1996/98 war ich als Mitarbeiter im Baureferat regelmäßig auf dem Gelände, und dieser detailgetreue und professionelle Wiederaufbau hat mich wirklich zutiefst beeindruckt.

 

Und heute?

Inzwischen bin ich im Hochbauamt für die Organisation und Betreuung im Rahmen des Bauunterhaltes des Kurhauses zuständig und beruflich ein- oder zweimal im Jahr vor Ort. Für mich ist vor allem die gestalterische Erhaltung des Hauses von großer Bedeutung, denn dieses Gebäude ist wirklich ein Denkmal für sich. Dass das Kurhaus heute als Gastspielhaus genutzt wird und mittlerweile auch eine eigene Gastronomie bietet, ist in meinen Augen die ideale Lösung – besser geht’s ja gar nicht!

PARKTHEATER im Kurhaus Göggingen
Loading...