Helga Eberle

© Nikolas Hagele
© Nikolas Hagele


  • Göggingerin seit 1961, mit Leidenschaft für Heimatpflege und Geschichte
  • Jahrgang 1943
  • Gelernte Hauswirtschaftsmeisterin, Erzieherin und studierte Diplompädagogin
  • Von 2004 bis Anfang 2013 Vorsitzende des »Gögginger Geschichtskreises«
  • Gründete 2007 ein Online-Magazin über Göggingen: www.goeggingen-online.de
  • Immer auch schon begeisterte Hobby- Fotografin. Ein Lieblingsmotiv: das Kurhaus
 

»Unser Gögginger Kulturzentrum«

 

Heimatpflege ist Helga Eberles Ein und Alles: Geschichte lebendig werden zu lassen, hat sich die langjährige Vorsitzende des »Gögginger Geschichtskreises« zur Lebensaufgabe gemacht. Das war auch das Ziel des 2001 gegründeten Vereins: die faszinierende Geschichte des ehemals selbstständigen Göggingen zu bewahren und zu dokumentieren. Dafür haben sie 2010 ein reich illustriertes Buch herausgegeben, in dem Hofrat Hessing und dem Kurhaus ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Denn das Kurhaus hat für Helga Eberle eine ganz besondere Position: »Das Kurhaus wurde sozusagen als ›Kür‹, zusätzlich zur medizinischen Heilanstalt, von Hofrat Hessing errichtet, mit dem Ziel, die Genesung der Patienten zu fördern. Das war ein ganzheitlicher Ansatz, aus heutiger Sicht sehr modern. Und inzwischen ist es dank der liebevollen und fachkundigen Sanierung und Pflege nicht nur ein Denkmal von europäischem Rang, sondern auch ein Ort der kulturellen Begegnung mit überregionaler Ausstrahlung. Das Parktheater hat ermöglicht, dass das Kurhaus wieder ein Gesellschaftshaus geworden ist.«

 

Helga Eberle unterstreicht die Bedeutung Hessings für das damalige Dorf Göggingen: »Durch Hessing kamen Kurgäste nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus anderen Ländern Europas, sogar aus den USA und Ägypten zu uns.« Als sie selbst zum ersten Mal das Kurhaus betrat, war von dem alten Glanz allerdings kaum mehr etwas zu sehen. Sie kann sich noch gut an einen Ball im Kurhaus erinnern: »Es gibt ein Foto in unserem Fotoalbum aus dem Jahre 1960, wo mein Mann und ich in dem damals noch komplett zugebauten Kurhaus beim Tanzen waren.« Sie hat das damals miterlebt, den großen Brand 1972 und den anschließenden, jahrzehntelangen Dornröschenschlaf des Gebäudes.

 

Umso größer ist die Freude der begeisterten Archivarin, nun ein echtes Juwel mitten in Göggingen dauerhaft erhalten zu wissen: »Es ist einfach schön, dass das Kurhaus auch in Zukunft mit Hilfe des Theaterbetriebs eine bedeutende und lebendige Einrichtung sein wird.« Unnötig zu fragen: Sie selbst geht gern und oft mit ihrem Mann Martin zu Veranstaltungen ins Parktheater.

PARKTHEATER im Kurhaus Göggingen
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